Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) der PDFpost.de

Stand: 25. Mai 2026

§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle über die Plattform PDFpost.de (nachfolgend „PDFpost" oder „Plattform") angebotenen Leistungen und geschlossenen Verträge zwischen

CREATIVPIXEL
Kevin Runnebom
Lohne, Deutschland

(nachfolgend „Anbieter")

und dem jeweiligen Kunden (nachfolgend „Kunde").

(2) Das Angebot von PDFpost richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB (Gewerbetreibende, Freiberufler, juristische Personen des öffentlichen Rechts). Mit der Registrierung bestätigt der Kunde, dass er in Ausübung seiner gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt.

(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich und schriftlich zu. Dies gilt auch dann, wenn der Anbieter in Kenntnis der AGB des Kunden Leistungen vorbehaltlos erbringt.

(4) Individuell getroffene Vereinbarungen mit dem Kunden (z. B. Rahmenverträge, Sonderkonditionen) haben im Einzelfall stets Vorrang vor diesen AGB.

(5) Diese AGB gelten in ihrer zum Zeitpunkt der Bestellung gültigen Fassung. Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit angemessener Ankündigungsfrist zu ändern. Über Änderungen wird der Kunde per E-Mail oder über sein Kundenkonto informiert. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von vier (4) Wochen nach Zugang der Änderungsmitteilung, gelten die geänderten AGB als akzeptiert. Auf dieses Widerspruchsrecht und die Rechtsfolgen des Schweigens wird der Anbieter in der Änderungsmitteilung gesondert hinweisen.

§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung

(1) PDFpost ist ein Online-Briefversandservice. Der Anbieter erbringt folgende Leistungen:

  • Entgegennahme von PDF-Dokumenten über die Weboberfläche, REST-API oder CSV-Serienbrief-Import
  • Digitaldruck der übermittelten Dokumente
  • Kuvertierung und Frankierung
  • Einlieferung bei der Deutschen Post AG (DPAG) oder einem beauftragten Briefdienstleister zum postalischen Versand

(2) Der Anbieter schuldet die ordnungsgemäße Einlieferung der Sendungen beim Briefdienstleister. Die Zustellung an den Empfänger erfolgt durch den Briefdienstleister und liegt außerhalb des Verantwortungsbereichs des Anbieters.

(3) Die Gefahrtragung geht mit der Einlieferung der Sendung beim Briefdienstleister auf den Kunden über.

(4) Der Anbieter bietet folgende Versandoptionen an (soweit verfügbar):

  • Standardbrief (s/w oder Farbe)
  • Simplex- oder Duplexdruck
  • Serienbriefe via CSV-Import
  • Automatisierter Versand via REST-API

(5) Weitere Versandoptionen (z. B. Einschreiben, internationale Zustellung) können als Erweiterung angeboten werden und unterliegen ggf. gesonderten Bedingungen und Preisen.

§ 3 Registrierung und Kundenkonto

(1) Die Nutzung von PDFpost setzt eine Registrierung und die Einrichtung eines Kundenkontos voraus. Es besteht kein Anspruch auf Einrichtung eines Kundenkontos. Der Anbieter kann Registrierungen ohne Angabe von Gründen ablehnen.

(2) Der Kunde ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße, vollständige und aktuelle Angaben zu machen. Insbesondere sind der vollständige Firmenname, die Anschrift, eine gültige E-Mail-Adresse sowie die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (sofern vorhanden) anzugeben.

(3) Änderungen der Stammdaten sind unverzüglich im Kundenkonto zu aktualisieren.

(4) Der Kunde ist für die Geheimhaltung seiner Zugangsdaten (E-Mail, Passwort, ggf. 2FA-Codes, API-Keys) allein verantwortlich. Der Kunde haftet für sämtliche Aktivitäten, die unter Verwendung seines Kontos vorgenommen werden, es sei denn, er weist nach, dass der Anbieter die unbefugte Nutzung zu vertreten hat.

(5) Bei Verdacht auf Missbrauch des Kontos ist der Kunde verpflichtet, den Anbieter unverzüglich zu informieren und sein Passwort zu ändern.

(6) Der Anbieter ist berechtigt, Kundenkonten vorübergehend zu sperren, wenn konkrete Anhaltspunkte für einen Missbrauch vorliegen oder der Kunde gegen diese AGB verstößt.

§ 4 Guthaben-System

(1) PDFpost arbeitet mit einem Prepaid-Guthaben-System. Der Kunde lädt vor der Nutzung des Briefversandservices ein Guthaben auf sein Kundenkonto auf. Die Kosten für den Briefversand werden vom Guthaben abgebucht.

(2) Die Aufladung des Guthabens erfolgt über die vom Anbieter angebotenen Zahlungsmittel (z. B. Kreditkarte, SEPA-Lastschrift über Stripe). Der Mindestaufladebetrag beträgt 5,00 EUR, der Höchstbetrag 5.000,00 EUR pro Einzelaufladung.

(3) Das aufgeladene Guthaben wird nach Zahlungseingang dem Kundenkonto gutgeschrieben. Bei Kreditkartenzahlung erfolgt die Gutschrift in der Regel sofort; bei SEPA-Lastschrift nach erfolgreichem Einzug.

(4) Das Guthaben ist nicht übertragbar und nicht verzinslich.

(5) Bei jeder Briefversandbeauftragung wird der entsprechende Betrag vom Guthaben des Kunden abgebucht. Reicht das Guthaben nicht aus, kann der Auftrag nicht erteilt werden.

(6) Guthabenverfall: Nicht genutztes Guthaben (ausgenommen Gutschein-Guthaben gemäß § 6) verfällt nach Ablauf von drei (3) Jahren ab dem Zeitpunkt der letzten Guthabenaufladung oder der letzten Kontoaktivität (je nachdem, welches Ereignis später eintritt). Der Anbieter wird den Kunden mindestens drei (3) Monate vor dem drohenden Verfall per E-Mail auf das verfallbedrohte Guthaben hinweisen.

(7) Der aktuelle Guthabenstand ist jederzeit im Kundenkonto einsehbar.

§ 5 Preise und Zahlungsbedingungen

(1) Alle auf der Plattform angegebenen Preise verstehen sich in Euro und als Nettopreise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer in der jeweils gültigen Höhe (derzeit 19 %).

(2) Die aktuell geltenden Preise für den Briefversand sind auf der Plattform und im Kundenkonto vor Auftragserteilung einsehbar. Maßgeblich ist der zum Zeitpunkt der Auftragserteilung angezeigte Preis.

(3) Der Anbieter behält sich das Recht vor, Preise mit angemessener Vorankündigung (mindestens 30 Tage) zu ändern. Preisänderungen wirken sich nicht auf bereits erteilte Aufträge aus. Bereits aufgeladenes Guthaben bleibt vom Nennwert unberührt.

(4) Der Anbieter erstellt monatliche Leistungsrechnungen über die im Abrechnungszeitraum versandten Briefe. Die Rechnung dokumentiert die bereits vom Guthaben abgebuchten Beträge und dient als steuerlicher Beleg. Die Rechnung wird dem Kunden elektronisch im Kundenkonto bereitgestellt und optional per E-Mail zugestellt.

(5) Rechnungen sind innerhalb von vierzehn (14) Tagen nach Zugang zu prüfen. Beanstandungen sind innerhalb dieser Frist schriftlich oder per E-Mail mitzuteilen.

(6) Bei fehlgeschlagenen Zahlungen (z. B. Rücklastschrift, Kreditkartenablehnungen) ist der Anbieter berechtigt, dem Kunden die dadurch entstandenen Kosten (Bankgebühren, Bearbeitungsaufwand) in Rechnung zu stellen, sofern der Kunde die fehlgeschlagene Zahlung zu vertreten hat. Der Anbieter berechnet hierfür eine Pauschale von 5,00 EUR pro Rücklastschrift, es sei denn, der Kunde weist einen geringeren Schaden nach.

§ 6 Gutscheine und Aktionen

(1) Der Anbieter kann Gutscheine für Bonusguthaben oder prozentuale Rabatte herausgeben. Gutscheine können an Bedingungen geknüpft sein (z. B. Mindestaufladebetrag, Neukunden, zeitliche Befristung).

(2) Soweit nicht anders angegeben, gelten für Gutscheine folgende Regeln:

  • Pro Kundenkonto kann jeder Gutscheincode nur einmal eingelöst werden.
  • Gutscheine sind nicht mit anderen Gutscheinen oder Aktionen kombinierbar, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben.
  • Gutscheine sind nicht auf Dritte übertragbar.

(3) Gutschein-Guthaben ist nicht auszahlbar. Durch Gutscheine gewährtes Bonusguthaben kann ausschließlich für den Briefversand über PDFpost verwendet werden und wird nicht in bar ausgezahlt, überwiesen oder anderweitig erstattet. Dies gilt auch bei Kündigung des Kundenkontos.

(4) Gutscheine haben ein Ablaufdatum, das auf dem Gutschein bzw. in den Aktionsbedingungen angegeben ist. Nach Ablauf kann der Gutschein nicht mehr eingelöst werden. Bereits gutgeschriebenes Bonusguthaben bleibt hiervon unberührt und unterliegt § 4 Abs. 6.

(5) Bei Missbrauch von Gutscheinen (z. B. Mehrfachregistrierungen zur Umgehung der Ein-Einlösung-Regel) behält sich der Anbieter vor, Gutschein-Guthaben zurückzubuchen und/oder das Kundenkonto zu sperren.

(6) Prozentuale Rabattgutscheine reduzieren den Versandpreis zum Zeitpunkt der Auftragserteilung. Sie erhöhen nicht das Guthabenkonto.

§ 7 Auszahlung von Restguthaben

(1) Der Kunde kann die Auszahlung seines aufgeladenen Restguthabens (nicht: Gutschein-Guthaben gemäß § 6) jederzeit über sein Kundenkonto beantragen.

(2) Die Auszahlung unterliegt einer Haltefrist von dreißig (30) Tagen ab dem Zeitpunkt der letzten Guthabenaufladung. Diese Frist dient der Absicherung gegen Rücklastschriften und betrügerische Transaktionen. Guthaben, das vor mehr als 30 Tagen aufgeladen wurde, kann sofort zur Auszahlung beantragt werden.

(3) Die Auszahlung erfolgt auf das Zahlungsmittel, mit dem die Aufladung erfolgte (Rückbuchung), oder, sofern dies technisch nicht möglich ist, per Banküberweisung auf ein vom Kunden angegebenes Geschäftskonto.

(4) Für die Bearbeitung der Auszahlung kann der Anbieter eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 2,50 EUR netto erheben, sofern der Auszahlungsbetrag unter 25,00 EUR liegt. Bei Auszahlungsbeträgen ab 25,00 EUR ist die Auszahlung kostenfrei.

(5) Die Auszahlung wird innerhalb von zehn (10) Werktagen nach Ablauf der Haltefrist bzw. nach Beantragung (bei bereits abgelaufener Haltefrist) bearbeitet.

(6) Kein Anspruch auf Auszahlung besteht für:

  • Gutschein-Guthaben (§ 6 Abs. 3)
  • Guthaben, das durch Rücklastschriften oder stornierte Zahlungen entstanden ist
  • Guthaben auf gesperrten Konten, bis die Sperrung aufgehoben wird

§ 8 Briefversand: Qualität und Laufzeiten

(1) Der Anbieter verpflichtet sich, die übermittelten Dokumente in üblicher Druckqualität (300 dpi, Digitaldruck) zu verarbeiten und werktags (Montag bis Freitag) bei dem beauftragten Briefdienstleister einzuliefern.

(2) Aufträge, die werktags bis 15:00 Uhr (MEZ/MESZ) vollständig und fehlerfrei vorliegen, werden in der Regel am selben oder am nächsten Werktag produziert und eingeliefert. Aufträge nach 15:00 Uhr oder an Wochenenden/Feiertagen werden am nächsten Werktag bearbeitet. Ein Rechtsanspruch auf taggleiche Verarbeitung besteht nicht.

(3) Die postalische Laufzeit nach Einlieferung beim Briefdienstleister beträgt in der Regel ein bis zwei Werktage (innerdeutsch). Der Anbieter übernimmt keine Zustellgarantie, da die Zustellung im Verantwortungsbereich des Briefdienstleisters liegt.

(4) Der Anbieter haftet nicht für:

  • Verspätete Zustellung durch den Briefdienstleister
  • Verlust von Sendungen nach Einlieferung beim Briefdienstleister
  • Nichtzustellbarkeit aufgrund fehlerhafter Empfängeradressen
  • Beschädigung der Sendungen während des Transports durch den Briefdienstleister

(5) Folgende drucktechnische Abweichungen sind zulässig und stellen keinen Mangel dar:

  • Geringfügige Farbabweichungen gegenüber der Bildschirmdarstellung
  • Randabschnitt von bis zu 5 mm
  • Automatische CMYK-Konvertierung bei RGB-Dokumenten
  • Anbringung von Frankier- und Sortiervermerken auf dem Briefumschlag

(6) Der Kunde ist allein verantwortlich für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Empfängeradressen sowie für die Rechtmäßigkeit der Briefinhalte.

§ 9 PDF-Anforderungen

(1) Der Kunde ist verpflichtet, ausschließlich PDF-Dokumente hochzuladen, die den folgenden technischen Anforderungen entsprechen:

  • Format: DIN A4 (210 × 297 mm), Hochformat
  • Dateigröße: maximal 50 MB pro Datei
  • Schriften: Alle verwendeten Schriften müssen im PDF eingebettet sein
  • Auflösung: Mindestens 150 dpi für Bilder/Grafiken, empfohlen 300 dpi
  • Farbmodus: CMYK empfohlen, RGB wird automatisch konvertiert
  • PDF-Version: PDF 1.4 oder höher
  • Sicherheit: Keine Passwortgeschützten PDFs, keine Drucksperre

(2) Das Adressfenster muss gemäß DIN 5008 im Bereich von 20 mm vom linken Rand und 27–45 mm vom oberen Rand positioniert sein, damit die automatische Adresserkennung funktioniert. Bei abweichender Positionierung kann die Adresse manuell eingegeben werden.

(3) Der Anbieter führt eine automatische Basis-Prüfung der PDF-Dateien durch (Seitenformat, Dateigröße, Lesbarkeit). Eine inhaltliche Prüfung der Dokumente findet nicht statt. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die korrekte Darstellung bei nicht eingebetteten Schriften oder fehlerhaft erstellten PDF-Dateien.

(4) Bei Serienbriefversand per CSV-Import gelten für die CSV-Datei folgende Anforderungen:

  • UTF-8-Kodierung
  • Semikolon oder Komma als Trennzeichen
  • Pflichtfelder gemäß Dokumentation im Kundenkonto

(5) Der Anbieter behält sich vor, Aufträge abzulehnen oder nicht zu verarbeiten, wenn die übermittelten Dateien den technischen Anforderungen nicht entsprechen. In diesem Fall erfolgt keine Guthabenabbuchung.

§ 10 Haftung und Haftungsbeschränkung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.

(2) Der Anbieter haftet unbeschränkt für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.

(3) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht) ist die Haftung des Anbieters auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

(4) Die Haftung für leicht fahrlässige Verletzung unwesentlicher Nebenpflichten ist ausgeschlossen.

(5) Die Haftung des Anbieters ist in den Fällen des Absatzes 3 pro Schadensfall auf maximal 10.000,00 EUR und pro Vertragsjahr auf maximal 50.000,00 EUR begrenzt.

(6) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Ansprüche aus dem Produkthaftungsgesetz, bei arglistigem Verschweigen von Mängeln sowie für ausdrücklich übernommene Garantien.

(7) Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die durch höhere Gewalt, Streik, Naturkatastrophen, behördliche Anordnungen oder sonstige vom Anbieter nicht beeinflussbare Umstände verursacht werden.

(8) Der Anbieter haftet nicht für die Inhalte der vom Kunden übermittelten Dokumente. Der Kunde stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aufgrund rechtswidriger Inhalte der versandten Briefe gegen den Anbieter geltend gemacht werden. Die Freistellung umfasst auch die angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung.

(9) Der Kunde ist verpflichtet, geeignete Datensicherungsmaßnahmen zu treffen und regelmäßig Sicherungskopien seiner hochgeladenen Dokumente anzufertigen. Die Dokumente werden nach Verarbeitung gemäß der Datenschutzerklärung gelöscht.

§ 11 Datenschutz

(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden sowie die in den Briefsendungen enthaltenen personenbezogenen Daten (insbesondere Empfängeradressen) unter Beachtung der geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen, insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG).

(2) Einzelheiten zur Datenverarbeitung, insbesondere zu Art, Umfang und Zweck der Datenerhebung und -nutzung sowie zu den Rechten des Kunden als Betroffener, ergeben sich aus der gesonderten Datenschutzerklärung, die auf der Plattform abrufbar ist und Vertragsbestandteil wird.

(3) Soweit der Anbieter bei der Erbringung seiner Leistungen personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet (Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO), schließen die Parteien einen gesonderten Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV). Der AVV ist im Kundenkonto abrufbar und wird mit Registrierung durch den Kunden akzeptiert.

(4) Die vom Kunden hochgeladenen PDF-Dokumente und Empfängerdaten werden ausschließlich zum Zweck der Leistungserbringung (Druck und Versand) verarbeitet und nach Abschluss der Verarbeitung innerhalb von sechzig (60) Tagen vollständig und unwiderruflich gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

(5) Alle Daten werden ausschließlich auf Servern innerhalb der Europäischen Union (Deutschland) gespeichert und verarbeitet. Eine Übermittlung in Drittstaaten findet nicht statt.

§ 12 Stornierung und Widerruf

(1) Kein gesetzliches Widerrufsrecht: Da sich das Angebot von PDFpost ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB richtet, besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht nach den Vorschriften über Fernabsatzverträge (§§ 312g, 355 BGB).

(2) Stornierung vor Produktion: Der Kunde kann einen erteilten Versandauftrag stornieren, solange dieser noch nicht in die Produktion (Druck) übergeben wurde. Der Auftragsstatus ist im Kundenkonto einsehbar. Bei erfolgreicher Stornierung wird das abgebuchte Guthaben dem Kundenkonto vollständig zurückgebucht.

(3) Nach Beginn der Produktion (Status „In Produktion" oder später) ist eine Stornierung nicht mehr möglich. Der Anbieter schuldet in diesem Fall die vollständige Leistungserbringung (Druck, Kuvertierung, Einlieferung).

(4) Bei Serienbriefaufträgen kann der gesamte Auftrag storniert werden, solange kein Einzelbrief des Auftrags in die Produktion übergeben wurde. Eine Teilstornierung einzelner Briefe innerhalb eines Serienbriefauftrags ist nach Produktionsbeginn des Auftrags nicht möglich.

§ 13 API-Nutzung

(1) Der Anbieter stellt registrierten Kunden eine REST-API für den automatisierten Briefversand zur Verfügung. Die API-Dokumentation ist im Kundenkonto abrufbar.

(2) Der Zugang zur API erfolgt über API-Keys, die der Kunde in seinem Kundenkonto generieren kann. API-Keys sind Zugangsdaten im Sinne des § 3 Abs. 4 und entsprechend geheim zu halten.

(3) Fair-Use-Regelung: Die API-Nutzung unterliegt einer Fair-Use-Regelung. Der Anbieter ist berechtigt, Rate-Limits (Anfragebeschränkungen) festzulegen, um die Systemstabilität und Verfügbarkeit für alle Kunden sicherzustellen. Die aktuell geltenden Rate-Limits sind in der API-Dokumentation veröffentlicht.

(4) Folgende Nutzungen sind untersagt:

  • Systematisches Ausprobieren der API zur Ermittlung nicht dokumentierter Funktionen
  • Weitergabe von API-Keys an Dritte ohne schriftliche Genehmigung des Anbieters
  • Nutzung der API für automatisierte Massenversendungen mit rechtswidrigen Inhalten (Spam)
  • Übermäßige Belastung der API-Infrastruktur über die geltenden Rate-Limits hinaus

(5) Der Anbieter kann API-Keys ohne Vorankündigung sperren, wenn ein Verstoß gegen diese Nutzungsbedingungen vorliegt oder die Systemstabilität gefährdet ist. Der Kunde wird unverzüglich über die Sperrung und deren Gründe informiert.

(6) Die Verfügbarkeit der API beträgt im Jahresmittel mindestens 99,0 % (geplante Wartungsfenster ausgenommen). Geplante Wartungsarbeiten werden mindestens zwei (2) Werktage im Voraus im Kundenkonto und per API-Status-Endpunkt angekündigt. Wartungsfenster betragen maximal 48 Stunden.

(7) Der Anbieter behält sich vor, die API-Spezifikation weiterzuentwickeln. Nicht abwärtskompatible Änderungen werden mit einer Vorlauffrist von mindestens drei (3) Monaten angekündigt.

§ 14 Verbotene Inhalte

(1) Der Kunde darf den Service von PDFpost nicht für den Versand von Briefen mit folgenden Inhalten nutzen:

  • Inhalte, die gegen geltendes Recht verstoßen (insbesondere strafbare Inhalte)
  • Unverlangte Werbung (Spam) unter Verstoß gegen § 7 UWG
  • Inhalte, die Rechte Dritter verletzen (Urheberrecht, Markenrecht, Persönlichkeitsrechte)
  • Volksverhetzende, diskriminierende oder gewaltverherrlichende Inhalte
  • Inhalte, die den Anschein einer behördlichen Mitteilung erwecken, ohne eine solche zu sein

(2) Der Anbieter führt keine systematische inhaltliche Kontrolle der zu versendenden Dokumente durch. Bei konkretem Verdacht auf rechtswidrige Inhalte ist der Anbieter jedoch berechtigt, einzelne Aufträge zu prüfen, zurückzuhalten oder abzulehnen.

(3) Bei Verstößen gegen Absatz 1 ist der Anbieter berechtigt, den betreffenden Auftrag ohne Erstattung des Guthabens abzulehnen, das Kundenkonto zu sperren und/oder fristlos zu kündigen. Der Kunde haftet für sämtliche daraus resultierende Schäden und stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei.

§ 15 Laufzeit und Kündigung

(1) Der Vertrag über die Nutzung des Kundenkontos wird auf unbestimmte Zeit geschlossen.

(2) Der Kunde kann sein Kundenkonto jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen. Die Kündigung erfolgt über die entsprechende Funktion im Kundenkonto oder per E-Mail an den Anbieter.

(3) Der Anbieter kann das Vertragsverhältnis mit einer Frist von einem (1) Monat zum Monatsende ordentlich kündigen.

(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn:

  • der Kunde wiederholt oder schwerwiegend gegen diese AGB verstößt;
  • der Kunde den Service für rechtswidrige Zwecke nutzt (§ 14);
  • ein Insolvenzantrag über das Vermögen des Kunden gestellt wird;
  • der Kunde bei der Registrierung falsche Angaben gemacht hat.

(5) Bei Kündigung durch den Kunden wird das verbleibende aufgeladene Guthaben (nicht: Gutschein-Guthaben) gemäß § 7 ausgezahlt. Der Kunde hat die Auszahlung innerhalb von sechs (6) Monaten nach Kündigung zu beantragen; danach verfällt das Guthaben.

(6) Bei außerordentlicher Kündigung durch den Anbieter aus wichtigem Grund (insbesondere bei Missbrauch oder rechtswidrigen Inhalten) behält sich der Anbieter vor, die Auszahlung des Restguthabens bis zur Klärung des Sachverhalts zurückzuhalten. Ein vollständiger Einbehalt des Guthabens erfolgt nur bei nachgewiesener betrügerischer Nutzung.

(7) Noch nicht abgeschlossene Versandaufträge werden bei ordentlicher Kündigung durch den Anbieter noch vollständig ausgeführt.

§ 16 Gewährleistung

(1) Mängelanzeigen sind innerhalb von sieben (7) Werktagen nach Kenntniserlangung des Mangels schriftlich oder per E-Mail an den Anbieter zu richten. Die Mängelanzeige muss den Mangel konkret beschreiben.

(2) Bei berechtigten Mängeln (z. B. fehlerhafter Druck trotz einwandfreier PDF-Vorlage) ist der Anbieter nach seiner Wahl zur Nachbesserung (erneuter Druck und Versand) oder Minderung (Gutschrift des Versandpreises) berechtigt.

(3) Die Gewährleistungsfrist beträgt ein (1) Jahr ab Einlieferung beim Briefdienstleister.

(4) Keine Gewährleistung besteht für:

  • Mängel, die auf fehlerhaften PDF-Vorlagen des Kunden beruhen
  • Farbabweichungen im Rahmen des § 8 Abs. 5
  • Fehler, die nach Einlieferung beim Briefdienstleister entstehen
  • Nichtzustellbarkeit aufgrund falscher Adressangaben des Kunden

§ 17 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertragsverhältnis ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Anbieters (Lohne, Deutschland). Der Anbieter ist darüber hinaus berechtigt, den Kunden an seinem allgemeinen Gerichtsstand zu verklagen.

(3) Erfüllungsort für alle Leistungen aus dem Vertragsverhältnis ist der Sitz des Anbieters.

(4) Salvatorische Klausel: Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, so wird hierdurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirksame Bestimmung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt. Gleiches gilt für etwaige Vertragslücken.

(5) Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Textform (§ 126b BGB). Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Textformerfordernisses.

(6) Der Anbieter ist berechtigt, seine Rechte und Pflichten aus diesem Vertragsverhältnis ganz oder teilweise auf Dritte zu übertragen. Der Kunde wird hierüber vorab informiert und kann in diesem Fall das Vertragsverhältnis zum Zeitpunkt der Übertragung kündigen.

(7) Die Vertragssprache ist Deutsch.


CREATIVPIXEL, Kevin Runnebom
Lohne, Deutschland
Stand: 25. Mai 2026